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Gemeinsam gesund unterwegs

Wann ist man eigentlich gesund? Und wann krank?

Was “Gesundheit“ bedeutet, scheint auf den ersten Blick so klar, dass es keiner weiteren Diskussion bedarf. Nicht krank sein, werden die meisten antworten. Aber wo hört Gesundsein auf und fängt Kranksein an?


Ist man automatisch gesund, wenn man einen BMI (Body-Maß-Index) von 20 hat, täglich fünf Hände voll Obst und Gemüse isst, regelmäßig Sport treibt und dem Alltagsstress mit autogenem Training und Yoga entgegenwirkt? Und wenn ja, warum? Und wenn nein, warum behaupten genau das Fitnessmagazine, der Gesundheitsminister und meine beste Freundin? Welche anderen Aspekte von Gesundheit und Krankheit könnte es geben und wie finde ich heraus, was wirklich gesund ist – für mich und für andere? Und vor allem: warum sollte ich mich als TätigeR in der Jugendverbandsarbeit dafür interessieren?


Hat die Jugendverbandsarbeit die Aufgabe sich um vorsorgliches Handeln zu bemühen, also Kinder und Jugendliche zu stärken, sie aktiv und vielfältig leistungsfähig machen, damit sie gar nicht erst in eine ungesunde Lebensweise verfallen?


Es gibt viele Aspekte von Gesundheit, die privat aber vor allem auch gesellschaftspolitisch diskutiert und verhandelt werden. Nicht selten geht es in diesem Zusammenhang auch um (Richt-)Werte und Normen und damit immer auch um Ab- und Ausgrenzung – von Dicken, von Dummen, von HIV-Positiven etc.. Nur selten geht es in einem Gespräch oder einer Diskussion, einer Fachtagung oder einem Vortrag über Gesundheit hingegen um das subjektive Wohlbefinden eines jeden einzelnen Menschen oder darum wie sich die oben erwähnten (Richt-)Werte und Normen auf eben dieses subjektive Wohlbefinden auswirken. Bezieht man diese Überlegungen aber mit ein, eröffnen sich plötzlich ganz andere Perspektiven und neue Fragen treten in den Vordergrund. Zum Beispiel: Fühle ich mich mit mir selbst, meinem Körper, meinem Denken, meinen Emotionen und Handeln wohl? Welche Anforderungen und Erwartungen stellt die Gesellschaft an mich, und fühle ich mich in der Lage, diese zu erfüllen beziehungsweise muss ich das überhaupt immer?


Die Aufzählung macht deutlich: Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen. Und zur Förderung bedarf es mehr als Jogging am Morgen und das Wissen um eine Ernährungspyramide – auch und ganz besonders in der Jugendverbandsarbeit.

Das Projekt „gemeinsam gesund unterwegs“ lief vom 01.09.2010 bis zum 31.10.2012. Es wurde aus Mitteln der Stiftung Deutsche Jugendmarke gefördert.